Über mich

 

 

Seit 1999 bin ich aktive Gymnastik- und Tanzlehrerin in Hildesheim und Hannover. Desweitern bin ich als

- Yogalehrerin

- Ayurveda und Wellnessmasseurin

- Wellness-, und Burnout-Coach

tätig.   Ich liebe das was ich tue und das tue ich mit Achtsamkeit und Freude. Entspannung, Ruhe und Zerschmelzung von Geist und Körper ist das Motto in meinen Coachings, Yogastunden und Behandlungen.

Yoga und Ayurveda ist meine Passion, der erste Kontakt mit Yoga entstand während meiner Abschlussarbeit zur staatlich anerkannten Gymnastiklehrerin.  Nach meiner Ausbildung (2003) zur Yogalehrerin in Deutschland und vielen Weiterbildungen in dem Bereich, führte mich mein Weg nach Indien um die Lehre des Yoga und Ayurveda zu vertiefen. Yoga und Ayurveda sind feste Bestandteile meines Lebens und diese integriere ich in meine Arbeit.

 

 

TOUCH

South India / GOA 2014

Everything is OM

 

 

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„Yoga ist weit mehr als eine körperliche Disziplin.

Der wahre Yogaweg berührt das Herz

und durchströmt das Leben,

wie warmer Regen einen Baum

durchströmt und belebt.“


BIRGIT FELIZ CARRASCO

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Nach gefühlten 36 Stunden Flugzeit und zwei Zwischenstopps, verlasse ich den GOA Flughafen und gleich am Ausgang spüre ich die Sonne in meinem Gesicht, „Herzlich Willkommen“ scheint sie zu sagen. Im selben Moment stürzen mehrere Inder zu mir: „TAXI,TAXI...?“ fragen sie. Kurzdarauf erblicke ich einen großgewachsener Inder, der ein Schild mit meinem Namen in der Hand hält. Die letze Etappe meiner Anreise bricht an, total unkompliziert und entspannt.

 

Nachdem ich das erste Mal Indien besucht habe, um in einem Ashram (bedeutet ein Kloster ähnliches Meditationszentrum) eine Yoga Weiterbildung zu absolvieren, bin ich nun ein weiteres Mal  hier.

Das Land ist faszinierend und scheint mich unbewusst anzuziehen. Es ist so intensiv und verrückt, prall gefüllt mit unterschiedlichen Gerüchen, Geräuschen, Farben, Emotionen und verschiedenen Menschen. Dies kann auch manchmal unwahrscheinlich  anstrengend sein, doch genau hier habe ich das Gefühl, Yoga und Ayurveda vom Ursprung zu lernen, vollkommen abschalten und mich nur da drauf konzentrieren zu können.

 

 

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„Gleichgewicht, Balance und Harmonie in jeder Situation,

mögen sie günstig oder ungünstig sein, das ist als Yoga bekannt.“

 

BHAGAVADGITA

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Auch diesmal ist es eine Neue Welt für mich, Indien überrascht mich immer wieder aufs Neue. Nach einem  Aufenthalt in einem Aschram im Norden Indiens, einer Ayurvedaklinik in Kerala, die letzten Male, ist es diesmal eine Ashtanga Shala (Haus/Schule).

Für die nächste Zeit, wird eine kleine Holz Hütte, mit Blick auf den  Strand und Ozean, mein zu Hause sein. Die Hütte ist sehr einfach gestaltet, mit einem Doppelbett, einem Regal, einem Nachtschränkchen und einem äußerst großzügigen Badezimmer, dies ist  schon die gehobene Klasse des Nächtigens.

Mein erster Gedanke  allerdings ist, als ich nach Oben schaue und sehe, das die Hütte zwischen Dach und Wand ein Spalt offen ist, Hauptsache ich bekomme nicht zu viel Besuch von draußen.

Diese Sorge stellt sich als unbegründet heraus, denn außer einen morgendlichen Kampf mit einer Kakerlake und einem  Gecko der mich alle zwei Tage besucht, bleibt alles was kreucht und fleucht draußen.

Mein Kurs beginnt am Montag um 6 Uhr, die erste Yogaeinheit dauert 2:15 Std. und ist wirklich wundervoll mit dem Ausblick auf den Indischen Ozean. Das macht jede Praxis einzigartig.

 

 

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„Wer Asanas auf richtige Art und Weise übt,

gäret auch durch extreme Einflüsse nicht aus der Balance.“


  PATANJALI, YOGA SUTRA 2.48.

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Mein Tagesablauf ist dieses Jahr, eine wenig entspannter als die Male zuvor, was natürlich seine Vorteile hat.

 

5:10 Aufstehen

6:00 Ashtanga Yoga Praxis

8:15 Meditation und Pranayama

9:30 Breakfast/Pause

11:00 Theorie

13:00 Lunch/Pause

16:00 Theorie und Praxis

19:00 Dinner/Pause

20:00-22:00 Alle zwei Tage Meditation und Theorie

22:30 Nachtruhe

 

Diesmal scheine ich auch noch mehr Glück zu haben als gedacht. Da ich  noch zusätzlich zwei Wochen lang Privatunterricht bekomme in der freien Zeit die ich habe. Das ist wundervoll und es macht mir viel Vergnügen meinen Lehrer für mich allein zu haben. Da dieser auch sehr unterhaltsam ist. Meditation und Pranayama (Atemübungen) Praxis sind der Schwerpunkt dieser Stunden und auch das ist wieder eine Herausforderung.

 

 

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„Die stetige Praxis von Pranayama verringert Blockaden im Geist,

die an einer klaren Wahrnehmung im Sinn des Yoga hindert.“


       PATANJALI, YOGA SUTRA 2.52.

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Die ersten Male fragt mich Upendra (Meditationslehrer), nachdem ich meine Augen wieder öffne und aus dem Shavasana (ist die Anspruchsvollste Asana/ Yogapositionen im Yoga, da man in der Lage sein muss, sich in einen schlafähnlichen Zustand zu bringen, ohne zu schlafen) mich erhebe oder aus meinen Meditationssitz:

„ Why do you move?“ Ich habe mich nicht bewegt…?! Außer um die Moskitos und Ameisen von mir zu schnipsen. „

„In der Meditation muss es dir egal sein, und wenn die Welt untergeht. Everything is OM“ sagt er. Diesen Satz höre ich bald an jeden Tag meines Unterrichts. Nach einigen Stunden und etlichen Insektenstichen, gelingt es auch mir still zu halten.  „Everyting is OM“ eben.

Die Meditation und Pranayama Stunden sind sehr reich an Informationen und neuen Erfahrungen. Danke dafür Upendra.

 

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Beobachtendes Verharren ohne Bewegung in Shavasana

Vermittelt uns Bewusstheit im Geist.“


  HATHA-YOGA-PRADIPIKA

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Die Ashtanga Praxis ist sehr schweißtreibend, nicht nur wegen  der hohen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit, der Moskito  Schwärme, die uns um kurz nach sieben Uhr morgens überfallen, sondern vor allem, wegen der hohen körperlichen Anforderung.

Ashtanga Yoga zeichnet sich durch die dynamische und kraftvolle Ausführung der, am Atem synchronisierten, Asana aus. Die Asana werden in einem Bewegungsfluss nach einer gleichbleibenden Reihenfolge eingenommen und für fünf Atemzüge gehalten. Die Synchronisierung von Bewegungen und Atem in der Asanapraxis heißt Vinyasa.

 

 

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„Mach deine Übungen, dann kommt alles wie von selbst.“


     K.PATTABLI JOIS

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Jede  dieser Stunden ist auf ihre Art und Weise neu und spannend, auch wenn ich schon seit vielen Jahren Yoga praktiziere, habe ich wieder gemerkt wie viel neues Yoga für einen bereithält.

 

Die Vollmond-Meditation am Strand ist wieder eine neue Art der Praxis, die nirgendwo anders hätte schöner sein können.

Bei der vielen Praxis, kommt die Theorie ebenfalls nicht zu kurz. Über traditionelle Schriften, Meditation, Pranayama und Anatomie, höre ich nicht zum ersten Mal. Jeder meiner Lehrer, erzählt es auf seine unverwechselbare Art und Weise, was es immer wieder spannend macht zu zuhören.

Wie vollgepackt der Tag auch ist, habe ich die Zeit mich an den Strand zu setzen, das Meer und die Sonne zu genießen und einfach mal mit einem frisch gepressten Papaya Saft, Kokoswasser oder Lassi den Tag ausklingen zu lassen.

Die Tage vergehen sehr schnell, mit ab und an auftretendem Muskelkater, auch ein eingeklemmter Nerv ist dabei.

Jedoch auch dafür gibt es eine Lösung und zwar die zwei Ayurveda Therapeuten Brüder die nicht weit vom Shala ihre Bescheidene (nicht dem europäischen Standard entsprechende) Praxis haben. Sehr Indisch, kein große Wellness Oase, aber ihr Fach verstehen sie sehr gut.

Die Vollmond-Meditation am Strand ist wieder eine neue Art der Praxis, die nirgendwo anders hätte schöner sein können.

Bei der vielen Praxis, kommt die Theorie ebenfalls nicht zu kurz. Über traditionelle Schriften, Meditation, Pranayama und Anatomie, höre ich nicht zum ersten Mal. Jeder meiner Lehrer, erzählt es auf seine unverwechselbare Art und Weise, was es immer wieder spannend macht zu zuhören.

Wie vollgepackt der Tag auch ist, habe ich die Zeit mich an den Strand zu setzen, das Meer und die Sonne zu genießen und einfach mal mit einem frisch gepressten Papaya Saft, Kokoswasser oder Lassi den Tag ausklingen zu lassen.

Die Tage vergehen sehr schnell, mit ab und an auftretendem Muskelkater, auch ein eingeklemmter Nerv ist dabei.

Jedoch auch dafür gibt es eine Lösung und zwar die zwei Ayurveda Therapeuten Brüder die nicht weit vom Shala ihre Bescheidene (nicht dem europäischen Standard entsprechende) Praxis haben. Sehr Indisch, kein große Wellness Oase, aber ihr Fach verstehen sie sehr gut.

Neue und alte Bekannte, interessante und auch weniger interessante Menschen zu treffen macht jede Reise spannend.

Leider ist immer zu wenig Zeit, wenn man vor Ort ist und eine Weiterbildung macht, für das erkunden vom Land. Zum Glück lerne ich immer viele Einheimische vor Ort kennen, so das es mir jedesmal leichter fällt, das Land und die Menschen besser zu verstehen.

So ist auch ganz schnell die Zeit gekommen um auf Wiedersehen zu sagen.

Nach einer wunderbaren Feuerzeremonie (auch Puja oder Homa genannt, haben eine starke reinigende und energetisierende Wirkung, befreien von negativenen Energien, Stress und auch mentalen Blockaden. Wünsche und Bitten, z.B. um Schutz, sowie beruflicher oder privater Erfolg werden unterstützt) erhalte ich mein Diplom und bin um so viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse reicher.

 

Jedoch die größte Challenge wird sein, meinen Koffer zu schließen. Denn das ein oder andere Indien Mitbringsel ist nicht einfach zu verstauen;)

 

Ich bin gespannt was Indien und Yoga für mich noch bereit hält…

 

 

Everything is OM

 

South India / Kerala, 2013

North India, 2010

Liebe Yogis,


 

ich möchte Euch heute einen kleinen Einblick in meinen Tagesablauf während meiner Yogaweiterbildung in Indien gewähren. Vier Wochen unter der heißen Indischen Sonne in einem traditionellen Ashram, wurde ich in die Künste des Hatha-Yoga eingeweiht. Disziplin und Fleiß waren Voraussetzung um den straffen Tagesplan zu bewältigen. Aber dafür hat man die einzigartige Gelegenheit, sich jeden Tag um nichts anderes zu kümmern, als um Yoga und die Ausbildung.

Es ist 5.00 Uhr, Zeit zum aufstehen, ein halbe Stunde noch, bis zum allmorgendlichen Klingel mit der Weckglocke.

 

6.00 Uhr! Zusammenfinden im offenen Betsaal im heiligen Ashram in Vrindavan. Alle finden sich auf dem Boden zusammen im Meditationssitz (Lotus oder Schneidersitz), manch einer im Gebetsschleier oder müde versteckt unter einer Kapuze. Die Blicke nach vorn zum Swami (Yogameister) gerichtet. Zeit für die bekanntesten Hindu-Hymnen. Die Menge brummt dem Swami ein sonores “OM“ nach. – „Das Mantra schlechthin, der Laut des Universums“. Der Swami läutet nun die Meditation-Phase (Meditation hat zum Ziel, den "geist ruhig zu stellen") ein. Für die nächsten 30-40 Minuten versinken alle in der Stille des eigenen Geistes, konzentriert auf einen Punkt.

 

Durch ein neu ertönendes OM werden alle aus ihrem Inneren zurückgeholt und durch den Satsang (umfasst singen und lobpreisen von Gott. die Texte sind in Sanskirt, die älteste Sprache der Welt und werden in einfachen Melodien gesungen) wird das morgendlichen Ritual abgerundet.

7.30 Uhr! Nun können wir uns alle warmes Wasser und Tee holen. Das dient zur Unterstützung des Magen- und Darmtrakts und regt die Verdauung an. Jeder bereitet sich auf die nächste Yoga-Praxisstunde vor, indem man seine Yoga-Kleidung anlegt.

8.00 Uhr! Die Sonne begrüßt uns auf dem Dach des Ashrams und wir postieren unsere Yogamatten. Wir sind umgeben von einer angenehmen kühlen Brise. Die Stadt ist noch von einer morgendlichen Dunstwolke verschleiert und alle begeben sich ins Savasana (die Entspannungstellung), um den Körper und den Geist auf die bevorstehende Stunde vorzubereiten. Das Om des Swamis ertönt und fordert uns auf uns wieder in die Meditationsstellung zu begeben.

Nun beginnen wir mit dem Pranayama (Atemübungen). Die Sonnenstrahlen scheinen uns immer stärker ins Gesicht und somit beginnen wir mit dem Surya Namaskar (Sonnengruß), dieser bereitet uns auf die darauf folgenden Asanas (Yogaübungen). Mit einer Entspannungsphase von ca. 10 Minuten im Savasana nährt sich unsere Yogastunde dem Ende. Totale Entspannung des Körpers, lässt den ein oder anderen sogar die Schlafphase erreichen. OM

Mit einem Gebet in der Meditationsstellung beenden wir die Yogastunde und alle sind bereit für den Tag. Doch eigentlich freut sich jetzt jeder um so mehr auf das Frühstück.

10.00 Uhr! Frühstück: im langen Esssaal nehmen wir alle auf den schmalen Strohmatten platz. Jeder vor einem leeren Teller und mit mächtigem Appetit.

Die Küchenjungs gehen mit kleinen Eimern in der Hand an uns vorbei und bieten uns verschiedenes an, was mit einer Kelle auf den Teller geschöpft wird. Nun, es war kein typisches Frühstück wie wir Europäer es kennen, Gemüse, Reis und Joghurt etc. Dazu ein wenig Wasser. Natürlich alles 100% vegetarisch.

Es gab nur zwei Mahlzeiten am Tag. Überraschenderweise war es überhaupt kein Problem und man hatte in den vier Wochen nie Hunger gelitten. So bemerkte man, wie wenig Nahrung wir wirklich benötigen! Man hatte auch die Möglichkeit auf den naheliegenden Markt zu gehen um Obst zu kaufen.

 

10.45 Uhr! Karma Yoga, bedeutet so viel wie Dienst an der Gemeinschaft (selbstloses Dienen). Jeder soll sich an den täglich anfallenden Arbeiten beteiligen, ohne dafür eine Anerkennung zu erwarten. Somit bekam jeder von uns eine der heiß geliebten Tätigkeiten wie Toiletten putzen, Boden wischen und Wäsche falten zugeteilt. Zum Glück reichte auch manchmal die Zeit um ein paar Minuten in der Sonne, im Meditationsgarten oder auf dem Dach zu genießen.

 

12.00 Uhr! Bhagavad Gita Vortrag (SanskritBhagavad Gita, "Das Lied von Gott“ ), sie umfasst rund 700 Verse. Es ist eine heilige Hindu- Schrift, die als eine der wichtigsten Texte in der Geschichte der Literatur und Philosophie gilt.


14.00 Uhr! Hauptvortrag. Die Vorträge wurden über die verschiedenen Aspekte und Philosophien des Hatha Yoga gehalten, sowie über Ayurveda und Anatomie. Jeder dieser Vorträge war interessant und spannend.


 

16.00 Uhr! Da die Temperaturen mittlerweile auf über 30 Grad angestiegen sind, versammeln wir uns diesmal alle im großen Betsaal um unsere zweite Yogapraxis abzuhalten. Auch wenn wir hier vor der Sonne geschützt sind, ist auch dies wieder eine Herausforderung.


18.00 Uhr! Abendessen.

20.00 Uhr! Traditionelle Indische Zeremonien wie zum Beispiel Pujas (Verehrungsritual ), Homas (Feuer-Zeremonie) und Tänze.

 

21.30 Uhr! Das letzte OM für heute ertönt im Ashram. Alle begeben sich geschafft in Richtung der einzelnen Zimmer um ins Bett zugehen oder nocheinmal eine Dusche zu nehmen.

 

22.00 Uhr! Lights out! Aus einigen Zimmer hört man noch leise Gespräche, doch nach ein paar Minuten versinkt das Innere des Ashrams in einer totalen schwer atmenden Stille. Auch wenn vor den Toren des Ashrams die Pilger noch ihre Lieder singen und beten, sind die meisten so erschöpft, dass sie von all dem nichts mehr mitbekommen.

Einen Monat lang mit 130 Teilnehmern unter bescheidensten Bedingungen in einem Ashram in Indien zu leben und zu lernen, war für mich eine Herausforderung, mit vielen Hochs und einigen kleinen Tiefs. Es gibt viele Möglichkeiten eine Yoga-Aus bzw Weiterbildung zu absolvieren, ich entschied mich nach mehreren Ausbildungen in Deutschland für den tradionellen Weg in Indien. Für mich war dieser Weg ein absolut phantastisches und lehrreiches Erlebnis. Ich würde diesen Weg immer wieder aufs Neue gehen um tiefer in die Wurzeln des Yoga einzutauchen. Werdet auch Ihr ein Teil der Faszination Yoga und besucht meine Stunden.

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